Am gestrigen Freitag war ich als Referent zum “Fachdialog Jugend” in Aschaffenburg eingeladen, um zur Situation verbandlicher Jugendarbeit im Kontext immer länger werdender Schul- und Unterrichtszeiten zu referieren.
Die Veranstaltung war sehr gut besucht, allerdings waren aus meiner Sicht zu wenige Jugendorganisationen vertreten. Auch hat die Kommunalpolitik, die auf gemeindlicher Ebene von den gesellschaftlichen und bildungspolitischen Veränderungen betroffen ist, gar nicht unter den Besuchern.
Dennoch war ein qualitativ hochwertiger Austausch zwischen den Systemen Schule und offener/ verbandlicher Jugendarbeit möglich. Der begonnene Dialog sollte unbedingt weitergeführt werden, um (wie es das KJHG verlangt) “zum Wohl junger Menschen partnerschaftlich zusammenzuarbeiten”.
Gestern war dann doch einmal Premiere: Gemeinsam mit 3 Q12-Kursen meiner Schule habe ich das erste Mal die Frankfurter Buchmesse besucht.
Neben den kilometerlangen Märschen durch die Hallen mit all den Verlagen und Autoren waren natürlich auch die Lesungen/ Diskussionsveranstaltungen interessant. Z.B. die, in der Margot Käßmann und Thomas Brussig über ihre Erfahrungen als Kinderbuchautoren berichtet haben. Beide haben im Auftrag des Chrismon-Verlags alttestamentalische Geschichten (Turm zu Babel, Jakob) neu erzählt. Oder das Interview von Bärbel Schäfer mit Hannelore Elsner über ihr Leben.
Was mich neben der Literatur auch sehr fasziniert hat, war die Art und Weise, wie sich der Literaturbetrieb selbst inszeniert hat. Hervorheben möchte ich die “Twitterdruckmaschine” von Christopher P. Parker oder aber die “Lesenden Isländer” in der Halle des Ehrengastes.
Insgesamt ein schöner Tag mit vielen tollen Eindrücken - und auch Ideen, wie man künftig mit Literatur umgehen kann…